Wandel von Doreen Ullrich
Jung wird Alt
welk wird was blüht
Eis wird zu Wasser
es ist wie Kunst
denn dies wird zu Dunst
wenn Wolken ziehn, zeigen sie Ihn
Holz wird zu Asche
die in die Erde Er zwingt
Samen keimen,
werden reif
weil Er eines nicht sein kann – steif
Leben wird sterben immer auf ´s Neu
kommen und gehen
aus Gras wird Heu
hoch und nieder über Stein und Geröll
er zeigt uns auf
er selbst ist der Lauf
Tag und Nacht sind auch dabei
ich und du gehören dazu
Ebbe und Flut sind ein Teil
der Mond am Himmel ist dass Weil
die Erde ein Kreislauf, wildes Getummel
Ordnung und Chaos, Gestirne im Rummel
Schmerz und Leid
worauf Entwicklung gedeiht
sind wie Freude und Glück auch ein Stück
Ihm ergeben sind auch Hass und Liebe,
weil ohne einander beiden nichts bliebe
Krieg und Frieden sind Dummheit nur
weil Gier und Macht kein Schöpfer bedacht
Sein oder nicht ist ihm völlig gleich
er wird gerade durch dasselbe reich
Verlust für uns Trauer
ist seines gleich
macht ihn aus und uns weich
Angst vergeht, wenn Erkenntnis entsteht
er ist der Zünder
wenn für manchen auch spät
Sein Ziel ist kein Ziel, er ist wie er ist
immer da
Jahr für Jahr
er sagt nichts, fragt nichts
geht durch Schatten und Licht
kein Anfang kein Ende ist dabei in Sicht
weil weder Eins
noch das Andere etwas verspricht
Ob war, ob Jetzt, ob Zukunft dann
du hast nur ein Schicksal
drum glaube daran
Das Leben verstehen
nur der Wandel kann